ERKW

 

Der Synode der Evangelisch-Reformierten Kirche des Wallis (ERKW) hielt seine Frühlingssession 2026 am 2. Mai in der Kirchgemeinde Brig ab.

Was die Rechnung 2025 der ERKW betrifft, so wurde diese einstimmig genehmigt und dem Synodalrat Entlastung erteilt. Die Betriebsrechnung 2025 schloss mit einem Ertragsüberschuss von CHF 40’945.-, während im Budget ein Aufwandüberschuss von CHF 6’775.- vorgesehen war. Dieser erhebliche Unterschied von fast CHF 47’000.- erklärt sich unter anderem durch weniger Ausgaben, insbesondere für die Weiterbildung und das HR-Mandat, sowie durch aussergewöhnliche Erträge. Auf Vorschlag des Synodalrats beschloss die Synode den Ertragsüberschuss der Betriebsrechnung 2025 wie folgt zu verwenden: Rückerstattung an die Kirchgemeinden der ERKW von CHF 1.- pro Kirchgemeindemitglied gemäss den Statistiken vom 31. Dezember 2024, was einem Gesamtbetrag von CHF 20’788.- entspricht, Zuwendung an die Hilfswerke Mission 21 und DM von CHF 10’000.-, je zu gleichen Teilen, Zahlung an den Fonds Katastrophenhilfe von CHF 5’000.- und Zuweisung des Restbetrags in Höhe von CHF 5’157.– an das Kapital der ERKW.

Diese Synode eröffnete eine neue Legislatur mit statutarischen Wahlen der Mitglieder der ERKW-Delegation an die Synode Missionnaire romand, der Rekurskommission, der Geschäftsprüfungskommission und deren Präsident sowie nicht zuletzt des Synodebüros und dessen Präsident. Während die Mitglieder dieser verschiedenen Behörden durch Akklamation gewählt wurden, wurden die Präsidenten des Büros der Synode und der Geschäftsprüfungskommission gemäss den Statuten der ERKW im geheimen Wahlgang gewählt. So erklärte sich der Präsident des Synodalbüros, Diego Schmid, bereit, seine Kandidatur zu erneuern, und wurde einstimmig gewählt. Ebenso stellte sich der Präsident der Geschäftsprüfungskommission, Luc Mathieu, zur Wiederwahl und wurde ebenfalls einstimmig gewählt. Hier finden Sie die Liste der für die Legislatur 2026-2030 gewählten Personen.

Diese Synode markierte auch das Ende der Amtszeit von Robert Burri im Synodalrat, dem Kassier der ERKW bis zu dieser Synode. Nach 12 Jahren treuer und guter Dienste, erreichte er die gemäss der Statuten der ERKW zulässige Höchstdauer. Eine Ersatzwahl in den Synodalrat stand daher ebenfalls auf der Traktandenliste der Synodalversammlung dieses Frühjahrs in Brig. Die Synode konnte sich über die Wahl von Murielle Aubrays von der Kirchgemeinde Coude du Rhône durch Akklamation und über ihre Einsetzung durch Diego Schmid zur Synodalrätin mit sofortiger Wirkung freuen. Sie tritt damit die Nachfolge von Robert Burri an und hat sich bereit erklärt, das Amt der Kassiererin der ERKW für die laufende Synodalratsperiode 2024-2028 zu übernehmen.

Am Herbstsynode 2025 hatte die Synode in erster Lesung die vom Synodalrat vorgeschlagenen Teiländerungen der Statuten der ERKW angenommen. Diese zielten darauf ab, den pastoralen und diakonalen Dienst stärker anzuerkennen und aufzuwerten. Da keine Änderungen beantragt wurden, genehmigte die Synode am 2. Mai 2026 in zweiter Lesung die Teiländerungen der Artikel 76 und 84 der Kirchenordnung mit sofortiger Wirkung. Ab 2026 können die ordinierten Pfarrer und Diakone mit Zustimmung ihrer Kirchgemeinde und des Synodalrats ihre Aufgabe ein Jahr über das Rentenalter hinaus zu denselben Lohnbedingungen fortsetzen. Darüber hinaus erhalten alle Pfarrer und Mitarbeiter der ERKW einen Urlaubsanspruch von 6 Wochen pro Jahr.

Bei den Mitteilungen des Synodalrats ging der Vizepräsident des Synodalrats, Pfarrer Gilles Cavin, auf das Drama von Crans-Montana und den Einsatz der ERKW rund um dieses traurige Ereignis ein. Gilles Cavin hob das Engagement, die Präsenz und das wohlwollende Zuhören von Pfarrer Guy Liagre, dem pensionierten Stellvertreter der Kirchgemeinde Crans-Montana, für die Zeiten und Orte des Zuhörens und der Besinnung in Crans-Montana hervor, die den Kirchgemeindemitgliedern, aber auch der gesamten Bevölkerung, die das Bedürfnis danach verspürte, zur Verfügung standen. Ebenso dankte er Pfarrerin Agnès Thuégaz von der Kirchgemeinde Coude du Rhône und der Jugendkommission für alles, was sie für die Aufnahme, Unterstützung und Begleitung der besonders betroffenen und beeinträchtigten Walliser Jugend durch diese Tragödie auf die Beine gestellt hat. Er dankte auch Matithia Guignet, der Vertreterin der ERKW bei der Fachhochschulseelsorge, für dasselbe Engagement bei den Studierenden dieser Schulen, sowie Michèle Jung, Seelsorgerin am Spital Wallis und Laienmitarbeiterin für Besuche und spirituelle Begleitung in der Kirchgemeinde Sitten, die angesichts der Dringlichkeit, der Bedeutung und der Schwere der Situation, die die Opfer und ihre Familien erlitten, stark beansprucht wurde. Gilles Cavin schloss mit einem besonderen Dank an die Kirchgemeinde Crans-Montana, aber auch an alle Kirchgemeinden und ihre jeweiligen Pfarrer, die ihre Räumlichkeiten und Herzen für Zeiten der Besinnung und des Austauschs für alle geöffnet haben. Die Pfarrer und ihre Kirchgemeinden hätten bewiesen, dass sie über die ihnen oft zugewiesene Rolle als Gottesdienstgestalter hinausgehen.

Gilles Cavin, ebenfalls Pfarrer der Kirchgemeinde Sierre, war zusammen mit dem Präsidenten des Synodalrats, Stephan Kronbichler, in Crans-Montana präsent und hörte den von diesem Drama betroffenen Personen zu, sowohl den Opfern und ihren Familien als auch dem Personal der Rettungskräfte. Er konnte die Schnelligkeit der Reaktion und Koordination der ERKW mit dem Staatsrat, den Vertretern der katholischen Kirche, der Spital-Seelsorge und der Evangelisch-Reformierten Kirche des Kantons Waadt feststellen. Obwohl die Expertise der Kirche in der Notfallhilfe wenig Anerkennung fand, konnte die ERKW zeigen, dass sie nah dran und verfügbar ist, indem sie auf die Bedürfnisse der Mitglieder der ERKW, aber auch auf die der Walliser Bevölkerung und Menschen anderer Regionen reagierte. Die Kirche konnte der Erwartung der Gesellschaft durch reale, geistliche Begleitung von Menschen nachkommen.

Im Rahmen einer kantonsübergreifenden Zusammenarbeit freute sich die Evangelisch-Reformierte Kirche des Wallis, anlässlich dieser Synode vom 2. Mai 2026, Anne Abruzzi, Synodalrätin der Evangelisch-Reformierten Kirche des Kantons Waadt, zu begrüssen. Im Rahmen dieses Besuchs überbrachte sie den Synodalen eine herzliche Botschaft und stellte die Bereiche der Zusammenarbeit und des Austauschs der Kirchen der CER vor, insbesondere der beiden Schwesterkirchen, der grossen EERV und der kleinen ERKW. Sie betonte auch, dass sich die grosse EERV von der kleinen ERKW inspirieren lassen müsse, da das Projekt zur Veränderung der Waadtländer Kirche eine deutliche Verringerung ihrer Kirchgemeinden vorsieht.

Die Präsidentin des Pfarrkapitels, Diakonin Josiane Frossard, begrüsste insbesondere Pfarrerin Inga Meissner, die aus der Kirche Deutschland kommt und ein Jahr als Vikarin absolviert, bevor sie Anfang 2027 in der Kirchgemeinde Visp gewählt und installiert wird. Sie kündigte auch den vorzeitigen Ruhestand von Pfarrer Pierre Boismorand von der Kirchgemeinde Coude du Rhône auf Ende 2026 an.

Dieser Synodetag wurde mit einem Gottesdienst in der Kirche Brig, geleitet von Pfarrer Daniel Rüegg von der Kirchgemeinde Brig, Mitglied und Sekretär des Synodalrats, fortgesetzt und mit einem geselligen Apéro im angenehmen Kirchgemeindegarten abgeschlossen.

Die ERKW freut sich auf ebenso fruchtbare und herzliche kommende Synoden am 7. November 2026 in Sitten und am 1. Mai 2027 in der Kirchgemeinde Monthey.

Hier finden Sie einen kleinen fotografischen Rückblick auf die Frühlingssynode 2025.